- Im Gefängnis muß es einen brutalen und einen verrückten
Aufseher geben. Der Schlimmste ist in der Regel der Direktor.
- Im Gefängnis gibt es einen Chef der Gefangenen. Er ist meist
schwarz, blind und behindert und von starken, schwarzen
Muskelmännern umgeben. Er ist derjenige, den der weiße Held
sprechen muß, um etwas Wichtiges zu erfahren.
- Wenn einer im Gefängnis bedroht wird, dann geschieht das
meist, wenn er gerade auf dem Rücken liegend Gewichte stemmt, und
sich die Stange an seinem Hals befindet.
- Je nach Situation gelingt immer dem Held oder dem Villian die
Flucht. dabei fällt auf: Die PLäne die beide zur Flucht
austüfteln, sind entweder genial und unrealistisch oder werden
über Jahrzehnte realisiert und unrealistisch (Ausnahmen best. die
Regel)
- Ein Charakter kommt IMMER zu Tode.
- In Gefängnissen gibt es immer einen Obervergwaltiger. Wenn
dieser in den Duschraum kommt, rennen alle raus. Bis auf einer,
der davon nichts mitbekommt.
- Aktenkoffer von Gangstern enthalten entweder Waffen oder
Banknoten. Nie erbeutet einer bei einem Überfall Münzen.
- Aktenkoffer werden so gebaut, daß genau drei Reihen Banknoten
hineinpassen. Das Geld scheint die Kraft zu haben, sich selbst in
schönen Bündeln und Spalten einzuordnen, selbst wenn es von einem
verängstigten Bankangestellen einfach hineingeworfen wurden
- In Filmtaxis gibt es nie Wechselgeld. Man sagt einfach
"Danke", wenn man eine Rechnung bezahlt, dann gibt man eine
Banknote, die man aus seiner Tasche genommen hat ohne überhaupt
einen Blick daraufzuwerfen -- es wird genau passen (siehe auch
TAXIS)
- Das selbe gilt für Restaurant-Rechnungen. Die Rechnung weist
genau 15% weniger auf, als der männliche Kunde zuerst in seiner
Hand hält
- Die Leute gehen erst dann an die Tür, wenn es mindestens
dreimal geklingelt oder geklopft hat.
- Der Held lebt in New York City, hat einen Job, der zwar in
Ordnung ist, aber nicht besonders hoch bezahlt wird, und trotzdem
lebt er oder sie in einem geräumigen Appartement, welches mit
schönen Dingen angefüllt ist, einen guten Ausblick und manchmal
sogar eine romantische Dachterasse hat.
- Die Menschen verlassen nicht ihre Häuser, wenn es in ihnen
eine offensichtliche Gefahr (Geister, Mörder) gibt.
- Leute, die etwas seltsames von außen hören, gehen RAUS um
nachzuschauen, selbst wenn sie wissen, daß ein wahnsinniger
Mörder unterwegs ist.
- Wenn jemand im Bett liegt und ein Geräusch draußen hört,
steht er auf und macht das Licht an, bevor er aus dem Fenster
sieht, obwohl das normalerweise dazu führt, daß man gar nichts
von dem erkennt, was sich draußen abspielt.
- Wenn sich ein Eindringling irgendwo im Haus befindet, läuft
der Besitzer fest mit dem Rücken an die Wand gepreßt, während er
seine Arme etwas ausgestreckt hält und die Handflächen an die
Wand drückt.
- Befindet sich ein Eindringling im Haus, so handelt es sich
bei demjenigen, das der Heldin im Dunkeln entgegenspringt, um
ihre Katze, auch wenn es sich um Orte handelt, an denen sich eine
Katze gar nicht aufhält, wie zum Beispiel im Geschirrschrank.
Sobald sich also die Heldin beruhigt, taucht der Mörder auf, und
fängt an, sie zu würgen.
- Jedes Appartement in Paris liegt mit Blick auf den
Eifelturm.
- Alle Ostküstenhäuser sind im viktorianischen Stil
gebaut.
- Wohnt jemand in San Francisco, muß er immer über die Golden
Gate Bridge fahren, um nach Hause zu kommen, zumindest begegnet
er immer einer diesen historischen Straßenbahnen.
- Der Ort, in dem ein Charakter wohnt, ist immer am Highway
ausgeschildert.
- Es ist grundsätzlich möglich, über einen schmalen Sims (egal
in welchem Stockwerk) von einem Zimmer zum nächsten zu
gelangen. Wenn man von diesem Sims nach unten schaut, kann man
den weit entfernten Straßenverkehr sehen.
- Jedes Appartement in Rom befindet sich in der Nähe der
spanischen Treppe.
- Sollte der Held ein psychisches Problem haben, welches ihn
daran hindert, mit manchen Schwierigkeiten zurechtzukommen, so
kann man sich beruhigt mit dem Wissen zurücklehnen, daß dieses
Problem zu einem passenden Zeitpunkt verschwindet.
- Der Held verpaßt den Schurken, der gerade die Szene verlassen
hat, immer nur um Sekunden.
- Wenn der Held mit freiem Oberkörper herumläuft, ist er
unverwundbar.
- Der Held bekommt immer eine Frau zur Seite, sein bester
Kumpan nicht.
- Der beste Freund/Partner des Helden wird gewöhnlich drei Tage
vor seinem Ruhestand umgebracht.
- Seine neue Gattin wird dafür direkt nach der Hochzeit oder
während der Flitterwochen getötet.
- Helden können mindestens 72 Stunden ohne Essen oder Schlaf
auskommen, ohne einen meßbaren Verlust an körperlichen oder
geistigen Fähigkeiten zu erleiden.
- Der Held hat nach einem Kampf ein kleines Blutrinnsal an
seinem rechten Mundwinkel. Seine Lippen werden niemals in der
Mitte aufgerissen, und die Oberlippe ist sogar unverwundbar. Er
streift das Blut meist mit seinem Handrücken ab, und schaut sich
den dann an. Wenn er im Gesicht noch eine andere Verletzung
davonträgt, handelt es sich üblicherweise um eine kleine
Abschürfung an seinem rechten Backenknochen. Er trägt dann einen
Tag ein Heftpflaster auf dieser Wunde, welche dann
wundersamerweise vollständig verheilt ist.
- Der Held weist nach einem Kampf den Beistand von Freunden
oder medizinischem Personal von sich.
- Wenn der Held in einen zweiten Kampf verwickelt wird, wird
immer sein bereits verletztes Körperteil geschlagen oder
getreten.
- Der Held zeigt selbst während der grausamsten Schlägerei
keinen Schmerz, er zuckt aber vor Schmerzen zusammen und stöhnt,
wenn ihm eine Frau eine Gesichtswunde reinigt.
- Wenn der Held zusammen mit einem schwachem Helfer auftritt,
so wird dieser Helfer ausnahmlos das Leben des Helden in einem
entscheidenten Moment retten. Evtl. zeigt er auch eine
bemerkenswerte Beschlagenheit im Umgang mit Waffen.
- Ist der Held ein weißer Mann und sein Assistent ist entweder
nicht weiß oder nicht männlich, stirbt der Assistent, bevorzugt
in einem Akt heroischer Selbstaufopferung.
- Wenn der Kumpan des Helden seine Familie in den ersten beiden
Minuten des Filmes erwähnt, wird er garantiert getötet.
- Der Held ist (meist) geschieden, hat aber noch Kontakt mit
seiner Ex-Frau, die ihm sagt, daß sie nicht mit ihm länger
verheiratet sein konnte, weil sie ihn zur sehr liebt.
- Helden können vor einer Nuklearwaffe wegrennen und sich
irgendwo verstecken. Weder die Schockwelle noch die Hitze werden
ihnen etwas anhaben können. Der Held kommt dann nach einiger Zeit
wieder aus seinem Versteck hervor und sieht, wie immer, perfekt
aus. Er kann danach problemlos durch das verseuchte Gebiet
spazieren gehen.
- Selbst im dicksten Feierabendverkehr ist der Held mit dem
Auto schneller als der Bösewicht mit der U-Bahn. Zur Not muss er
schon mal die Abkürzung durch den Centralpark nehmen.
- Bekommt der Held in einer "anständigen" Wirtshausschlägerei
eine Flasche über den Schädel gezogen, dann zerbricht nur die
Flasche und nicht der Schädel.
- Die Helden und Bösewichter benutzen erfolgreich Holz, egal
wie dünn es ist, als sicheren Schutz gegen Geschosse jeden
Kalibers.
- Wenn man eine verrottende Hängebrücke überquert, bricht eine
Latte immer, wenn eine Frau darauf tritt. Was noch verrückt ist,
ist, daß das Holz lange vor den Seilen beginnt, zu
verrotten.
- Kleine Baseball-Liga-Teams in Filmland benutzen immer noch
Holzschläger, während jedes andere kleine Baseball-Liga-Team
Aluminiumschläger nimmt.
- Im Filmland gibt es einen Überfluß an korrupten
Hubschrauberpiloten. Die Schurken haben gar keine Probleme, einen
Hubschrauber samt Piloten zu mieten, dem es gar nichts ausmacht,
auf total Fremde zu schießen oder beschossen zu werden.
- Wenn ein Hubschrauber von einer Rakete getroffen wird,
explodiert er sofort, wenn sich ein Bösewicht an Bord befindet.
Befindet sich aber der Held drin, verliert der Hubschrauber an
Geschwindigkeit, Rauch kommt aus den Türen, und wenn der
Hubschrauber den Boden erreicht hat, hat der Held genug Zeit,
sich in Sicherheit zu bringen und sich in dem Moment, wo der
Helikopter endlich explodiert, zu ducken.
- Leute, die außerhalb eines laufenden Hubschraubers stehen,
können sich ganz normal oder mit etwas lauterer Stimme
unterhalten.
- Ein verfolgter Held, die Schurken nur ein paar Meter hinter
ihm, kann in einen geschlossenen Helikopter springen, die
25-Punkte-Startup-Checkliste durchlaufen, die Zündung anstellen
und die Rotoren zum Laufen bringen, abheben und außerhalb der
Schußweite der Schurken sein, bevor sie ihn erreicht haben.
- Geschosse, die am Fiberglas- und Aluminiumrumpf abprallen,
hinterlassen am Plexiglas saubere, kleine Durchschüsse.
- Wenn der Hubschraubermotor den Geist aufgibt, hört der Rotor
sofort zu drehen auf und der Hubschrauber stürzt direkt auf den
Boden. Wenn der Schurke fliegt, verschwindet der Hubschrauber in
einem Flammenmeer, aber der Held steigt einfach aus, klopft sich
den Staub ab und läuft vondannen.
- Wenn ein Turbinen-Bell-Jet-Ranger-Helikopter beschossen wird,
spuckt und stottert der Motor, pufft eine Weile vor sich hin,
während der Pilot ungewiss durch die Luft schwankt, und schlägt
dann nach dem oben erwähnten Guter-Pilot/Böser-Pilot-Algorithmus
auf.
- Jeder Hubschrauber, der ausgestellt wird, macht des
Tschirp-tschirp-tschirp-Geräusch der sich lösenden Keilriemen,
obwohl tatsächlich nur die berühmte Bell 47 G so klingt.
- Rambo-mäßige Piloten können mit einer Hand fliegen und mit
der anderen eine automatische Waffe durch die Türöffnung
abfeuren. Der Helikopter weiß von selbst, wann er die Höhe
verändern soll, um über Hindernisse zu fliegen. Er nervt den
Piloten nicht mit seiner ärgerlichen Höhensteuerung.
- egal, wieviel Vorsprung der Held/Schurke mit einem
Hubschrauber hat, der später startende Schurke/Held wird immer
sofort wissen, in welche Richtung er fliegen muß, und den
Held/Schurken in kürzester Zeit eingeholt haben.
- Hubschauber, den Feind mit MGs und Gewehre beschießen,
fliegen immer im großen Bogen wie Flugzeuge ihr Ziel an. Niemals
setzen sie sich über ihr Ziel und beschießen es dann in aller
Ruhe (Siehe z.B. die russischen Kampfhubschrauber in den
Rambo-Filmen.)
- Wenn eine Person sich durch Kampfsport anstatt mit Waffen
verteidigt, kämpfen deren Gegner immer in Einzelkämpfen gegen
sie. Die übrigen Gegner tanzen vielleicht spottend um unseren
Helden herum, sie greifen jedoch nicht ein, bevor der Vorgänger
erledigt wurde. Und wenn es sich noch um asiatischen Kampfsport
handelt, kämpfen alle in perfektem Rhytmus:
Schlag-Verteidigung-Schlag-Verteidigung.
- Zwei oder mehrere Typen, die sich prügeln, schlagen sich
gegenseitig mit kräftigen Faustschlägen, Stöcken, Kühlschränken,
wasauchimmer - und sie machen immer weiter, manchmal mehrere
Minuten lang.
- Gegner können durch einen einfachen Schlag auf den Kopf
stillgelegt werden. Doch Achtung: nachdem man die Szene verlassen
hast, erlangt der Gegner sein Bewußtsein wieder und ist noch
angriffslustiger.
- Alle Kämpfe über einem Abgrund, auf einem hohen Gebäude oder
einem anderen erhöhten Platz erfordern mindestens einen Schurken,
der von einem Geschoß, einem Pfeil oder etwas ähnlichem getroffen
wird, damit er herunterfällt. Er ist aber immer noch lebend
genug, daß man einen schrecklichen Schrei, als er in sein
Verhängnis stürzt, hören kann.
- Daraus folgend: immer wenn jemand von einer Klippe oder einem
Gebäude stürzt, wird er schreien, egal, wie verletzt er schon
vorher war. Sogar wenn ihm zwanzig oder dreißig mal die Lungen
durchschossen wurden oder er offensichtlich bewußtlos ist - er
schreit.
- In der westlichen Welt ist die beliebteteste Nahkampftechnik,
sich auf den Gegner zu werfen und ihn zu umarmen.
- Wenn ein Bösewicht versucht, jemanden mit einem Messer zu
ermorden, benutzt er oft nur eine Hand. Das Opfer (meist eine
Frau) benutzt dagegen beide Hände, um den Arm des Angreifers
zurückzudrücken und das Messer am Zustechen zu hindern. Der
Mörder wird aber nie einfach des Messer in die andere Hand
nehmen und sein Opfer erstechen.
- In Kasernen, Raketendepots oder Anwesen von Mafiabossen wird
immer doppelt soviel Wachpersonal bereitgehalten, wie
normalerweise gebraucht wird. Dieses wird dann innerhalb von
Minuten mit dem Satz "Verdoppelt die Wachen!" aktiviert.
- Wenn der Held einem Helfershelfer des Schurken begegnet, der
vor dem Kampf ewig lange mit seiner Waffe rumfuchtelt, wird dieser
in fast allen Fällen mit einem Schlag oder Tritt des Helden direkt
ausgeschaltet.
- Ein Kind weiß immer mehr als ein Erwachsener.
- Ein Kind kann für sich selbst sorgen, selbst wenn seine
Eltern nach Paris oder New York geflogen sind, und es ohne
Nahrung und Geld zurückließen.
- Ein Kind kann nie getötet werden ... selbst wenn es an einen
unter Starkstrom stehenden Elektrozaun gerät, der einen Saurier
töten kann (Jurassic Park)
- 8-10jährige Kinder sind die besten Hacker der Welt und können
in jedes Comptersystem einbrechen
- Die Mädchen, die in den High-School-Filmen keine Verabredung
zum Tanzabend bekommen, sind meistens solche Mädchen, um die sich
in einer echten High School jeder Junge bemühen würde.
- Alle weißen Filmkinder sind blond.
- Männliche Charaktere sind generell kälteempfindlich. Sie
benötigen Jeans und Lederjacke, während sich eine Frau in Minrock
und Bikini wohlfühlt.
- Helden sind die Ausnahme dieser Regel. Sie fühlen sich in
extremer Kälte richtig wohl, nachdem sie ihre Jacke verloren
haben und ihr T-Shirt zerfetzt worden ist. Wenn das nicht
geschehen ist ("Cliffhanger"), hilft Schwimmen in Eiswasser.
- Wann immer jemand einen anderen K. O. schlägt und dessen
Sachen anzieht, passen diese wie angegossen.
- Zwei Leute unterhalten sich oft, während der eine mit dem
Rücken zum andern aus dem Fenster schaut. Wenn eine emotionelle
Aussage getroffen wird, dreht sich die erste Person um.
- Leute, die sich mit ihrer großen Liebe für ein erstes Date
verabreden, vereinbaren oft nur die Uhrzeit, aber nicht den
Ort.
- Wenn sich zwei Charaktere im verbalen Streit mit den Köpfen
immer näher kommen, endet dies IMMER mit einem Kuß.
- Überhaupt muß es meist erst einen Streit geben und danach
einen leidenschaftlichen Kuß.
- Das Kennenlernen von wildfremden Leuten an einer Theke/im
Flugzeug/in einem Supermarkt läuft immer gleich ab. Einer sagt
was Lustiges, der andere erwidert was noch Lustigeres, so dass
sich beide vor Lachen auf die Schenkel klopfen. Wenn sich beide
die Lachtränen aus dem Gesicht gewischt haben, streckt einer die
Hand aus und sagt seinen Vor- und Zunamen, manchmal auch noch den
Bundesstaat aus dem er kommt. Für den Zuschauer besteht nun kein
Zweifel, daß hier eine langjährige Freundschaft beginnt.
- Wenn ein Mann einem anderen Mann Ratschläge gibt, läuft einer
der beiden weg und dreht sich nach ein paar Schritten um. Nun
herrscht völlige Stille und der Mann, dem geholfen wurde, raunt:
"Mike (o.a.)...(längere Pause) ... Danke". Und der andere nickt
verständnisvoll, worauf beide die Szene verlassen.
- Wenn sich das (vorher ständig streitende) Filmpaar endlich
näher gekommen ist, fasst sich der Held ein Herz und will sie
küssen. In diesem Moment platzt immer einer ohne zu klopfen ins
Zimmer.
- Menschen bekommen niemals Husten oder Schnupfen, putzen sich
nie ihre Nase oder zeigen irgendein anderes Zeichen, daß sie sich
in weniger als einem perfekten Gesundheitszustand befinden.
- Die einzige Ausnahme dieser Regel ist, wenn jemad stirbt. Ein
Husten ist das Symptom einer unheilbaren Krankheit.
- Menstruation ist in Filmen ein unbekanntes Phänomen. Frauen
sind dagegen immun.
- Man kann in einem Film soviel essen wie man will und muß
NIEMALS aufs Klo gehen.
- Wenn sich jemand übergibt, wird das durch ein entferntes
Geräusch einer Toilettenspülung dargestellt. Niemand kotzt je auf
den Teppich.
- Man überlebt höchstwahrscheinlich einen Kampf, außer man hat
jemandem ein Bild der Liebsten daheim gezeigt.
- In jeder Kampfeinheit gibt es mindestens ein -meist
schwarzes- Mitglied, das Mundharmonika spielen kann.
- Alle G.I.s wisssen, wie man aus der Kühlung eines Jeeps einen
Destillierapparat baut.
- Wenn sich ein Soldat nach einem alten Kumpel erkundigt, der
in eine andere Einheit versetzt wurde, ist dieser entweder tot
oder stirbt kurze Zeit später.
- Wenn einer der Hauptcharaktere stirbt, hat die Liebste daheim
im selben Moment einen Alptraum.
- Neuzugänge sterben, bevor man ihre Namen lernt.
- Die Waffe des Helden unterscheidet sich von denen der
anderen.
- Jede Einheit hat einen Typen, der einem alles von einer
Atombombe bis zu einem Treffen mit der Tochter des Generals für
eine Flasche billigen Scotchs besorgen kann. Oder umgekehrt.
- Der Feldwebel einer Kampfeinheit hat nie eine Granate dabei,
so daß er immer jemanden anderes nach einer Granate fragen muß.
Dann entsichert er sie mit den Zähnen. (normalerweise würde man
eher die Zähne verlieren, als die Sicherung zu ziehen)
- Jeder, der zu einer Luftlandeeinheit gehört, versteht nicht,
warum alle aus einem perfekt funktionierenden Flugzeug springen
sollten.
- Elite-Einheiten (Spezialkräfte, Schutztruppen,
Geheimkommandos) werden immer aus Strafgefangenen und anderen
sozial degenerierten Gesellschaftsschichten rekrutiert.
- Elite-Einheiten werden immer für bezahlbar gehalten, obwohl
ihre Ausbildung und ihr Unterhalt sehr viel mehr kostet.
- Roger, Wilco - over und out. Genug gesagt. Funksprüche sind
immer unpassend.
- Die Deutsche Wehrmacht benutzt immer U.S.-Patton-Panzer.
- Kanonen, Haubitzen und Panzergeschuütze haben keinen
Rückstoß, außer es handelt sich um eine alte Dokumentation
- Der kampferfahrene Veteran wird sich immer auf die
Handgranate werfen, um den neuen Kameraden zu schützen, anstatt
die Granate einfach wieder wegzuwerfen oder aus dem
Schützengraben zu springen.
- Nur die Japaner und Vietnamesen (im Original: "Japs" and
"VC") benutzen Tretminen.
- Deutsche Soldaten tragen immer graue Uniformen und
Reitstiefel, obwohl diese Uniformen Mitte 1943 ziemlich schnell
abgeschafft wurden.
- SS-Mitglieder ziehen immer die schwarze Ausgeh-Uniform an.
- Nur die Marines haben im Pazifik gekämpft. Keine
Mitglieder der army waren in die Kämpfe einbezogen.
- Der richtige Held in der Armee hat ein 11-zölliges
Spezialmesser mit einem hohlen Griff für alle möglichen Dinge (in
Wirklichkeit besitzen die meisten Soldaten das Standard-Bajonett
[6-Zoll-Klinge], Marine-Kampfmesser [7-Zoll-Klinge] oder
Airforce-Überlebensmesser [5 1/2-Zoll-Klinge]. Keines davon hat
einen hohlen Griff, weil der zu leicht brechen könnte).
- Scharfschützen wissen immer, wo genau jemand seinen Kopf aus
einem Schützengraben strecken wird, und die Soldaten in den
Gräben benutzen niemals Spiegel oder Periskope, wie es z. B. im
ersten Weltkrieg getan wurde.
- Jedes Kind oder Hund kann in einem Kugelhagel stehen, ohne
getötet zu werden, während die Umgebung total zerstört wird
- Niemand erschießt den Helden und der Kampf selber kommt sogar
zum Stillstand, während er vor Schmerzen schreit und flucht, daß
es mit ihm aus sei. Wenn dann des Helden bester Kamerad auf eine
Mine tritt, erschossen wird oder beim Erstürmen eines MG-Nestes
stirbt, geht der Kampf weiter und der Held wird wütend.
Spätestens nach 45 Sekunden hat er den Kampf siegreich
beendet.
- Jedes MG-Nest kann leicht aus dem Hinterhalt angeschlichen
werden, aber erst, nachdem die halbe Einheit draufgegegangen
ist.
- Die Soldaten fragen nach den Schlüsseln für
Militärfahrzeugen, obwohl für diese gar keine Schlüssel benötigt
werden.
- Wenn die Soldaten mit Essen/ Trinken/ Sockenwechseln beginnen
oder eine Dusche nehmen wollen, kommt der Befehl, daß sofort der
Einsatz beginnt.
- Soldaten machen immer Kommentare über das Essen,
üblicherweise etwas in der Art von "wenn wir das den ,Krauts'
füttern, würden wir morgen den Krieg gewinnen".
- Soldaten und Matrosen müssen sich mindestens eine Schlägerei
in einer Bar liefern, woraufhin sie in einer folgenden Szene
aufeinander angewiesen sind.
- Langgediente Soldaten müssen darauf hingewiesen werden, daß
jede Anweisung eines Vorgesetzten ein Befehl ist. Das geschieht
immer mit dem Satz "Das ist ein Befehl."
- In Zweiten-Weltkriegs-Filmen muß es eine Szene geben, in der
der US-Soldat einem Kind Schokolade oder einer Frau
Nylon-Strumpfhosen gibt. Der Soldat versucht aus dieser Situation
niemals Vorteile zu ziehen, in dem er zum Beispiel auf ein
sexuelles Entgegenkommen drängt.
- Die obligatorische Szene, in der ein Soldat einen
Reiseprospekt über das wunderschöne Deutschland/ Italien/
Frankreich liest, während die Kamera über die zerstörte
Landschaft schwenkt, darf oft auch nicht fehlen.
- Sollte die Reiseprospekt-Szene fehlen, gibt es eine andere
Szene, in der sich ein Soldat darüber äußert, wie schön alles
sei, zu schlecht, daß es Krieg ist, und er später wiederkommen
will. Er wird kurze Zeit später von einem Scharfschützen
erschossen.
- Als Held ist es erlaubt, sich über jeden Befehl hinwegzusetzen,
wenn man das für ganz ganz doll wichtig hält. Hinterher entschuldigt
das ja eine "Kommision", und man ist der dicke Hecht. Und es geht
sowieso nie schief - man stelle sich vor, wie das wäre...: Order:
"Sofort Rückzug!!" - Held: "Ich hole erst unsere Leute da raus!" -
BUMMMM
- Eine flackernde oder durchgebrannte Glühbirne bedeutet meist,
daß sich jemand im Raum versteckt und darauf lauert, sich auf den
Helden / die Heldin zu stürzen, der/die gerade damit beschäftigt
ist, den Lichtschalter zu betätigen oder nach der Birne zu
tasten
- Eine einzelnes Streichholz hat in einem alten Haus (o. ä.)
die Leuchtkraft einer 1000-Watt-Glühbirne! Wahlweise wird erst
das Streichholz und damit dann eine Petroleumlampe angezündet,
die eine ebenso riesige Leuchtkraft besitzt.
- Wenn jemand das Licht ausmacht, so ist es trotzdem möglich,
alles im Raum zu sehen, nur in einer gedämpften, bläulichen
Farbe.
- Glühbirnen brennen durch, wenn:
- etwas Spannendes / Übersinnliches geschieht
- jemand den Verteilerschrank geöffnet hat, um mit dem
herausgerissenen dicksten Kabel alle anderen Dinge zu
berühren
- wenn die Glühbirnen in einer Reihe hängen, so brennen sie
auch nacheinander durch
- Männer, die Whisky trinken, schütten denselben immer in einem
Schluck hinunter. Sind sie Schwächlinge, dann schnappen sie nach
Luft und müssen husten. Wenn sie ganz harte Helden sind, so
zucken sie etwas zusammen und lächeln mit zusammengekniffenen
Zähnen
- Männer auf Flößen, in Dschungeln, Wüsten oder anderer Wildnis
brauchen keine Rasierer mitzunehmen, weil ihr Bart nicht wächst.
Das Gegenteil trifft zu, wenn sie Alkohol trinken, dann wächst
ihnen in 3 Stunden ein 3-Tage-Bart.
- Stress bei den Beteiligten erkennt man daran, daß der oberste
Hemdknopf offen ist. Redakteure von Zeitungen oder Fernsehsendern
haben immer den obersten Knopf auf.
- Ein geworfenes Messer erreicht sein Ziel immer mit der Klinge
voran.
- Außer, man dreht es zuerst um.
- Ein guter Messerwerfer kann genausogut Taschenmesser,
Fleischermesser, Tafelmesser oder Schwerter werfen.
- Die beste Methode, jemanden zurück ins Leben zu holen,
dessen Herz schon aufgehört zu schlagen hat, und bei dem auch
Mund-zu-Mund-Beatmung und Elektroschocks nichts genutzt haben,
ist es, ihn mit Dingen wie diesen anzuschreien:
"Du bist nie vor etwas in Deinem Leben zurückgewichen, nun
kämpfe! Kämpfe! KÄMPFE!!!"
"Das kannst Du mir nicht antun! Verdammt, ich liebe Dich"
- Außerdem muß das Elelektroschockgerät immer mehr als einmal
eingesetzt werden. Es klappt nie beim ersten Mal.
- Adrenalinspritzen sind grundsätzlich wirkungslos (außer bei
Pulp Fiction)
- Wannimmer ein Zeuge o. ä. im Krankenhaus auf der
Intensivstation liegt, wird jemand versuchen, die Herz-Lungen
Maschine auszustellen oder irgendein Gift in den Tropf einflößen.
Niemand bekommt natürlich davon etwas mit.
- Wen man eine Frau durch ein Elektroschockgerät wiederbelebt,
muss man ihr dazu den BH nicht ausziehen (z.B. in
"Flatliners").
- Bei Obduktionen im Leichenschauhaus in ARD-Tatorten teilt der
Gerichtsmediziner im Vordergrund den Kommissaren das
Obduktionsergebnis mit, während seine Assistenten im Hintergrund fast
immer Frühstückspause mit Thermoskanne und belegten Broten machen.
- Zur Herstellung eines Serums gegen Viren werden praktisch
keinerlei Ressourcen benötigt. Im Film Outbreak
werden innerhalb kürzester Zeit Antikörper für tausende von
Menschen hergestellt.
- Minderheiten wie Indianer oder Asiaten besitzen immer eine
Art mythischen Wissens oder einen besonderen Kampfstil. Zum
Beispiel können Indianer den Lauf der Dinge aus einzelnen Zeichen
der Natur vorhersehen, und Asiaten werden alle mit Kenntnissen
der fernöstlichen Kampftechniken geboren, die sie im Kampf gegen
die Schurken anwenden können
- Schwarze bis 40 Jahre haben im (deutsch synchronisierten)
Film alle dieselbe Stimme wie der Synchronsprecher von Eddy
Murphy. Schwarze mit anderer Stimme sind vernünftige und hart
arbeitende Familienväter, denen pausenlos Unrecht geschieht.
- Die kleinen Bauern im Mittelalter haben immer schmutzige
Gesichter, verfilzte Haare, abgenutzte Kleidungsstücke - und
perfekte, leuchtendweiße Zähne (siehe Braveheart und jeden
Robin-Hood-Film)
- Wenn man eine Prinzessin ist, so hat man immer eine wartende,
gute Freundin, die man zum entsprechenden Zeitpunkt losschickt,
um den Helden gerade noch rechtzeitig vor den Absichten des bösen
Königs zu warnen
- Weiterhin ist die wartende Freundin nie so schön wie die
Prinzessin, aber sie bekommt immerhin noch den besten Kumpanen
des Helden ab.
- In Schwertkämpfen kann man immer Schläge aus dem Hinterhalt
parieren, und man muß eine Treppe zum Kämpfen finden, damit der
Verlierer des Kampfes hier herunterrollt und schließlich am Boden
stirbt
- Pferde gehen niemals durch und treten auch nicht aus, bis
sich dann der Verfolger direkt hinter unserem Helden
befindet
- Weiterhin ist der Wagen, bei dem die Achse bricht oder der im
Bach stecken bleibt, derjenige, in dem sich die gesamten Schätze
des Königs befinden, die er ja immer mit sich führt, wenn er
durch Banditen-verseuchte Landstriche reist
- Grundsätzlich ist die Burg des Filmbösewichts immer auf einem
unbesteigbarem Berg zu finden und wird zu jeder Tages- und
Nachtzeit von Raben oder Krähen umflogen.
- Grundsätzlich kann jeder Held in die Burg eindringen, weil er
nacheinander alle Wachen ausschaltet oder durch den Burggraben
schwimmt und am anderen Ufer den Hintereingang findet.
- Burgen, die sich auf Inseln befinden, kännen jederzeit mit
Fähren angesteuert werden. Für den Helden steht immer eine Fähre
bereit.
- Während der Überfahrt ist grundsätzlich die gesamte Umgebung
in Nebelschwaden getaucht.
- Ist man vor einem Monster geflohen, ruft man aus einer
Telefonzelle nach Hilfe, die sich ein paar Meter von der Stelle
entfernt befindet, an der man das Monster zuletzt gesehen
hat
- Wenn Menschen von Monstern verfolgt werden, teilen sich diese
immer zum leichteren Morden in kleine Gruppen auf. (Scream)
- In den Streifen der 70er Jahre werden Monster immer mit einem
hemmungslosen Einsatz an Action erledigt, statt sie einfach mit
einem Schuss umzubringen.
- Die Motorrad-Motoren in Filmen können sich
unerklärlicherweise von 4-Takt-Otto-Motoren in Zweitakter
verwandeln
- Motorräder verwandeln sich üblicherweise von Harley Davidson
Choppers auf Landstraßen in Yamaha-Geländeräder, wenn es man die
Straßen verläßt (siehe "Then came Bronson"). Harleys der Polizei
verwandeln sich in Triumph Bonnevilles, wenn sie in engen Gassen
eingesetzt werden (siehe "Magnum Force")
- Motorräder in Actionfilmen haben mindestens 10 Gänge.
- Jeder Held oder Schurke kann sofort auf ein Motorrad springen
und damit sp perfekt fahren, als ob er genau mit diesem Motorrad
lange geübt hat.
- Motorräder lassen grundsätzlich viel Gummi auf der Straße,
haben aber immer ein Superprofil auf den Reifen. Bei
Motorradverfolgungsfahrten (die immer im Gelände beginnen und auf
der Staße enden, oder auch umgekehrt), wechslen mit dem Belag
auch die Reifen. (siehe Sendungen wie Motorradcops oder v.a. auch
MI2)
- Viele Instrumente -besonders Blasinstrumente und Akkordeons-
können gespielt werden, ohne daß die Finger bewegt werden
müssen.
- Eingeborene Musiker sind so geschickt, daß sie ein paar
einfache Instrumente wie ein großen Orchester klingen lassen
können
- In Filmen hören Menschen auch in Discos nur
Instrumentalmusik.
- In einer Disco kann man sich auch über eine Entfernung von
einem Meter in Zimmerlautstärke unterhalten.
- Wenn es Szenen mit / über die Wehrmacht oder andere Nazis
gibt, dann sehen diese immer sehr athletisch, mit kantigem
Gesicht, meist blond und groß und irgendwie ästhetisch aus -- man
sieht selten einen Nazifilm, wo die Hauptrollen mit häßliche
Nazis besetzt sind.
- Die Vorgesetzten des Chef-Ermittlers sind immer wütend über
diesen, und schreien ihn an, wobei sie mit Suspendierung drohen,
wenn der Detektiv den Fall nicht abgibt.
- Folgend: erst nachdem der Ermittler vom Dienst
suspendiert wurde, kann er den Fall lösen.
- Viele Polizeichefs stehen direkt mit dem Bürgermeister in
Verbindung, der ihnen oft "den Arsch abkaut" wegen eines
einzelnen Falles von Tausenden in seiner Stadt. (siehe "I Married
an Axe Murderer", in dem daß "boshafter-Vorgesetzter"-Klischee
auf die Spitze getrieben wird)
- Die Polizei wird den Helden nicht verhören, auch wenn der
eine Menge böser Jungs einfach umgebracht hat
- Die Polizei taucht nie während eines großen Feuergefechtes
auf, bei dem auch Passanten einbezogen werden und Autos
explodieren. Man hört vielleicht eine Sirene im Hintergrund.
- Während der Ermittlungen zu einem Mord geschehen noch
weitere. Der letzte lebende Verdächtige ist dann auch der
Mörder.
- Die meisten Mord-Ermittler sind zurückgezogene, fast
verrückte Einzelgänger, höchstwahrscheinlich geschieden oder
verwitwet, an der Grenze zum Alkoholiker. Natürlich gibt es auch
anständig aussehende Ermittler, doch die sind nicht so harte
Männer, wie ihre geistesgestörten Kollegen.
- Polizisten oder Detektive wissen, wenn Ihnen jemand einen
Namen sagt, sofort, wie dieser buchstabiert wird. Nachfragen ist
nicht notwendig.
- Streifenpolizisten, die einen Täter abführen, haben
offensichtlich klare Anweisungen, daß sie immer erst beim guten
Helden oder einem Verwandten des Opfers eine Pause einlegen,
damit der Täter ein kleines Schwätzchen mit diesen halten
kann.
- Jeder amerikanische Polizist ist Experte im Identifizieren
von Autos. Rauscht eins vorbei, identifiziert er sofort Fabrikat
und Baujahr, was er dann an die Zentrale weitergibt.
- Polizisten oder Ermittler ignorieren grundsätzlich die
Fußmatte vor Haustüren. Selbst wenn es in Massen regnet und
schlammig ist, wird man keinerlei Spuren auf dem Teppich
sehen.
- Polizisten können die Tatwaffe grundsätzlich anhand einer am
Tatort herumliegenden Geschosshülse identifizieren.
- Sie erkennen Drogen am Geschmack. Dazu wird ein Finger mit
den Lippen befeuchtet, dann in eine Tüte mit weißem Pulver
gesteckt und anschließend abgeleckt.
- Hält sich der Held vor dem Logo einer bekannten Firma auf,
steht die Zeit still
- Nimmt sich jemand eine Flasche Whisk(e)y oder eine Schachtel
Zigaretten, so ist daß Etikett entweder eindeutig und klar oder
auch gar nicht lesbar
- Finden die Produzenten keine Sponsoren für Ihren Film, so
geschehen seltsame Dinge in der Welt: Tankstellen haben keinen
sichtbaren Firmenamen, die Stars benutzen No-Name-Fluglinien und
alle Raucher benutzen silberne Etuis für ihre Zigaretten
- Jemand macht das Radio genau in dem Moment an, in dem eine
wichtige Nachricht zu hören ist, danach macht das Radio wieder
aus. z. B.: KLICK
"Die drei entflohenen Verbrecher wurden in ... bla laber
fasel..."
KLICK
- Das Telefon klingelt. Der Anrufer sagt "das wird dich
interessieren, was gerade im Kanal XYZ erzählt wird." Der
Angerufene stellt den Fernseher auf Kanal XYZ und sieht die
Reportage fast von Anfang an.
- Alle Fernsehstationen zeigen meist Szenen, in denen sich
Cowboys und Indianer verfolgen.
- Alle Videobänder sind genau an diese Stelle gespult, die man
jemanden zeigen möchte.
- Man ist in der Lage, ein Band präzise zum Beginn der Stelle
zurückzuspulen, die man noch einmal sehen möchte.
- Immer, wenn jemand eine Video- oder Musikkassette spult, hört
man die Tonspur, wie sie vorwärts oder rückwärts (schnell)
abläuft.
- Film-Videorecorder können ein Videoband wahnsinnig
schnell einfädeln - Die Kassette ist gerade mal 1/100 Sekunde im
Recorder, schon ist die Aufnahme zu sehen.
- Das Standbild flackert nicht.
- Um das TV-Programm zu wechseln, muß man die Fernbedienung
zuerst bis auf Schulterhöhe hochheben und dann beim Drücken
zucken, als hätte man in die Steckdose gefasst. Oft wird dieser
Vorgang auch noch von einem Lauten "Klack" unterstrichen.
- Die Bilder einer Überwachungskamera sind nie hoch über den
Akteuren einer Szene aufgenommen, sondern sehen sehr danach aus,
als ob sie aus dem Winkel einer Filmkamera aufgenommen wurden.
Außerdem ist der Ton klar und deutlich, ohne
Hintergrundgeräusche, da alle Überwachungskameras mit
Hochleistungsmikrofonen ausgerüstet sind.
- Überwachungsbilder werden in sehr schlechter schlechter
Qualität aufgenommen, können aber am Computer immer wundersam
gefiltert und geschärft werden können, so daß der Täter
schlußendlich eindeutig zu erkennen ist.
- Raucher rauchen nur, wenn es einen dramatischen oder
romantischen Anlaß dazu gibt. Sonst brauchen Raucher ihre
Zigaretten nicht.
- Raucher rauchen nur etc. Ausnahme: Filmdetektive (vor
allem in den 40ern bis 70ern) rauchen pausenlos.
- Raumschiffe machen Geräusche!
- Raumschiffe fliegen immer senkrecht zur gleichen Achse. Wenn
sich zwei Raumschiffe begegnen, befinden sie sich immer in der
gleichen Ebene und nähern sich nie in schiefen Winkeln.
- Alle Raumschiffe, egal wie klein sie sind, besitzen eine
eingebaute künstliche Schwerkraft. Und egal, wie sehr dein Schiff
von den bösen Aliens im Böse-Alien-Schiff bearbeitet wird, egal
wieviele der Außenaufbauten abgeschossen wurden, egal wieviele
Funkenregen und Rauchwolken sich aus den Schaltpulten ergießen,
die künstliche Schwerkraft arbeitet immer weiter.
- Überall im Raumschiff sind kleine Kameras festgeschraubt. Und
ganz gleich, was irgendwo im Schiff geschieht, man kann immer den
Computer beauftragen, die Szene noch einmal auf dem Bildschirm zu
wiederholen (auch wenn der Computer bereits in Rauch aufgegangen
ist) und anders als bei den verschwommenen Überwachungskameras
liefen die winzigen Schiffskameras immer Bilder auf Augenhöhe in
perfeker Belichtung.
- Warp-Antriebe oder Hyperdrives gehen in kritischen Momenten
kaputt.
- Trägheitsdämpfer schützen die Passagiere davor, bei
Beschleunigung in die Warpgeschindigleit an die Wand gepreßt zu
werden, aber trotzdem werden bei einer Explosion alle durch den
Raum gewirbelt.
- In einer Weltraum-Kampfesszene kann ein Schiff das andere nur
beschießen, wenn sie sich sehen können. Obwohl im 20. Jahrhundert
Waffen aufkamen, die auf den anderen ohne Sichtkontakt
abgeschossen werden konnten, haben die Leute der Zukunft diese
Technologie verlernt.
- In hochmodernen Raumschiffen gehen Türen grundsätzlich auch
immer mit Zischen und manchmal mit einer Dampfwolke auf.
- bei Raumschlachten haben Laser und sonstige Energiewaffen
manchmal einen mörderischen Rückschlag
- Astronauten, die den Kontakt zu Ihrem Raumschiff verlieren,
trudeln immer stocksteif vom Raumschiff weg und bewegen sich
niemals in Panik
- Sämtliche Raumschiffe verfügen zwar über feinste Technik in
Sachen Energieerzeugung, Waffen und Lebenserhaltung, die
Kommunikation läuft jedoch noch immer über Funk und die
Tonqualität ist dabei ziemlich mies
- Automatischen Türen (z. B. in Star Trek) öffnen sich nur
dann, wenn tatsächlich jemand hindurch gehen will. Bleibt der
Charakter kurz vor der Tür stehen, um noch etwas zu sagen, so
öffnet sie sich grundsätzlich erst, wenn er sich wieder umdreht,
um wirklich zu gehen.
- bei Alarm (bei dem man ja sofort besonders gut sieht) wird
das Licht gedimmt. (Star Trek:) Bizarre technische Probleme
werden gern mit einer Remodulation verschiedener Parameter
behandelt, wobei allerdings die ersten zwei Drittel des Films
niemand darauf kommt. Nach der Remodulation sind sämtliche bis
dato aufgetretenen Schäden damit behoben.
- Abfahrts- und Ankunftszeiten werden immer pünktlich
eingehalten.
- Die Leute im Film kommen auf dem Flughafen an und gehen immer
gleich ins Flugzeug. Sie müssen das beste Timing der Welt haben -
ich muß eigentlich immer warten, bevor ich an Bord darf. (ganz zu
schweigen, daß man erst einen Boarding Pass erhalten muß und die
"melden Sie sich 15 Minuten vor dem Abflug, oder Sie verlieren
Ihren Sitz"-Klausel vieler Fluggesellschaften. Tolle Sache, daß
die Film-Fluggesellschaften niemals überbuchen!)
- Die Koffer der Film-Reisenden sind immer gewichtslos, wenn
sie die mit sich herumtragen.
- Film-Menschen leiden nie an Reisekrankheit.
- Es gibt kaum einen Film mit Segelschiffen in dem der Kapitän
nicht jenen denkwürdigen Satz ausspricht:
Mit der nächsten Flut
laufen wir aus.
Solche Dummdödel von Seefahren gehören sofort
an die nächste Rah gehängt! Erstens ist das eine recht ungenaue
Zeitangabe, da die Flut über 6 Stunden dauert und zweitens kann
man garnicht mit der Flut auslaufen, sondern nur gegen sie. Die
Flut wird ja auch Auflaufwasser genannt, da sie zum Land
hinströmt. Dies wird besonders deutlich in Flussmündungen. Ich
würde als Kapitän immer nur bei Hochwasser (ich glaube, dass
meinen die mit Flut) auslaufen oder bei beginnender Ebbe. Da dann
das vom Land wegziehende Wasser das Schiff mit sich nimmt.
Überhaupt die Seefahrt. In den meisten Filmen langt es als Kapitän
akzeptiert zu werden, wenn man in schicker Uniform mit einem
Fernglas (sehr wichtig!) auf der Brücke herumlümmelt. Oder der
Frachter ist angeblich mit Zement (oder etwas Anderem)
vollgeladen, die Lademarken befinden sich aber noch mindestens
zwei bis drei Meter über der Wasseroberfläche.
Sogar Helga Feddersen hat als Autorin in dem Fernsehspiel
"Gezeiten" einen bösen Schnitzer hingelegt. Da will der Erste
Offizier das Kapitänspatent machen und büffelt die
Ladevorschriften. Erstens haben Erste Offiziere das Kapitänspatent
schon und zweitens ist der Erste Offizier der für die Ladung
verantwortliche Offizier, also muss er die Ladevorschriften schon
kennen.
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